Starkregen: Zahlreiche Feuerwehreinsätze in Salzburg

04.08.2020

Die Meteorologen haben es vorhergesagt, die zweite Welle der intensiven Regenfälle traf in der Nacht auf heute, Dienstag, Salzburg. In Mittersill schwoll die Salzach durch den schon gesättigten Boden und die hohe Schneefallgrenze mehr und schneller als erwartet bis zur Warngrenze an und zieht sich aktuell wieder zurück. Die Hubbrücke musste nicht aktiviert werden. In der Gemeinde Muhr im Lungau verlegten zwei Muren die Landestraße. Die Aufräumarbeiten gehen heute weiter. Die beste Nachricht: Bisher kam es nur zu lokalen und kleinen Überflutungen, es kamen aus derzeitiger Sicht keine Personen zu Schaden. 

Die Einsatzkräfte, Gemeinden und Behörden waren in Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz und des Hydrographischen Dienstes des Landes Salzburg gut auf die zwei Wellen mit intensiven Regen vorbereitet, größere Überflutungen gab es bisher nicht. „Die Salzach hat uns in Mittersill etwas überrascht, sie stieg mehr und schneller als erwartet auf 5,10 Meter. Die Regenmenge lag bei prognostizierten 100 Liter pro Quadratmetern, aber der Boden war schon sehr gesättigt, konnte nichts mehr aufnehmen. Die Lage wird genau beobachtet“, erklärt Hans Wiesenegger vom Hydrographischen Dienst. Um Mitternacht waren zirka 250 Freiwillige Feuerwehrleute im ganzen Land im Einsatz, die Anzahl stieg bis zum Morgen auf mehr als 500.

Aufräumarbeiten im Lungau

Im Lungau verlegten zwei Muren die Muhrer Landesstraße, die Aufräumarbeiten begannen sofort, wurden dann aber in der Nacht unterbrochen und werden in den Morgenstunden fortgesetzt. Verletzt wurde niemand.

Es regnet länger als prognostiziert

Im Flachgau kam es zu kleineren und sehr lokalen Überflutungen, es entstand aus derzeitiger Sicht kein großer Schaden. „Die Lammer und Saalach blieben bisher relativ zahm“, berichtet Wiesenegger. Der hohe Pegelstand der Salzach wird sich flussabwärts in Richtung Salzburg fortsetzen. „In Siezenheim haben wir aktuell die Situation, dass die Saalach bei 5,25 Meter liegt und sie wird zirka sechs Meter erreichen, damit ist die Alarmgrenze erreicht“, so Wiesenegger. Katastrophenschutz und Hydrographischer Dienst beobachten die Lage genau, da es doch etwas länger als prognostiziert regnen wird. In Oberndorf wird die Salzach bis zu einem zirka zehnjährlichen Hochwasser ansteigen. Dort werden Teile des Hochwasserschutzes aktiviert.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung

Regen-Abflüsse freihalten

unnötige Autofahrten vermeiden

Fenster unter Erdniveau schließen, Kellerschächte abdichten

Keine Reparaturen oder Aufräumarbeiten, wenn man sich selber in Gefahr bringt

Anweisungen der Einsatzkräfte und Behörden befolgen

Aktuelle Pegelstände: www.salzburg.gv.at/hydris

 

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