ROTE BULLEN: Erfolgreicher Liga-Start mit Luft nach oben
02.08.2026
Das runde Leder läuft wieder in der Bundesliga und für die Roten Bullen war es ein Auftakt nach Maß – wenngleich mit Luft nach oben. Vor knapp 8.000 Zuschauern sah es lange nach einem 0:0 gegen Hartberg aus. Die Nummer 19 der Bullen, Karim Konate, war es dann, der last-minute-mässig den Siegestreffer für die Bullen besorgte und zum 1:0 einnetzte.
Nach seinen – angeblich geplatzten - Transfergelüsten zu Club Brügge fehlte Edmund Baidoo im Kader. Sportchef Marcus Mann pocht auf einen gültigen Vertrag mit dem Spieler und versichert, dass es von den Roten Bullen kein grünes Licht für einen Transfer geben wird. Hieß es früher oft, man wolle Karrieren ermöglichen, wenn Spieler oder Trainer trotz gültigem Vertrag von dannen zogen, so scheint der Club und Marcus Mann jetzt endlich Spieler nicht mehr so leicht ziehen zu lassen. Pacta sunt vervanda wie da Lateiner sagt oder auf Fußballer-Deutsch schlicht „Verträge sind einzuhalten“. Wegen Transfer-Plänen ebenfalls nicht im Kader Adam Daghim, der aber schon bald die Erlaubnis für einen Transfer zu 1899 Hoffenheim bekommen dürfte.
Mit dem Premierensiege im ersten Bundesligaspiel von Neo-Trainer Danny Röhl prolongieren die Bullen eine beeindruckenden Serie: Seit zehn Jahren haben die Roten Bullen aus Salzburg nun schon kein einziges Auftaktspiel mehr in der Liga verloren. Danny Röhl zeigte sich nach dem Auftaktsieg sichtlich zufrieden: Er bezeichnete seinen Debüt-Sieg als „eine große Erleichterung" – wenngleich in etlichen Bereichen noch viel Luft nach oben ist. Nach dem großen Umbruch im Kader steht aber jedenfalls fest: Umbau bestens gelungen. "Wir sind eine funktionierende Mannschaft mit viel Energie" bilanzierte Röhl nach der Partie.
Zeit zum Verschnaufen bleibt den Bullen nicht. Bereits am Donnerst heißt es erneut „verlieren verboten“ – da gibt Salzburg den Europacup-Auftakt in der Europa-League-Qualifikation gegen den zypriotischen Verein aus Pafos.
Die Bilanz der Trainer:
Danny Röhl (Salzburg): „Der Sieg ist hochverdient, wir sind in allen Statistiken weit vorne. Die wichtigste Statistik ist, dass wir ein Tor mehr haben. Nach 15 Minuten hatte ich das Gefühl, dass es bereits 1:0 oder 2:0 stehen hätte müssen. So wurde es immer schwieriger, der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht, sich in jeden Schuss geworfen, daher galt die Devise: einfach weitermachen. Es ist nicht zwingend, dass man das Spiel in den ersten zehn Minuten entscheidet, man muss auch wie heute bis zur 89. Minute hart arbeiten.Der Sieg gibt uns sehr viel Energie und Glauben an unsere Stärke. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist hervorragend, ich sehe eine Mannschaft, die intakt ist, die sich füreinander freut und zusammenwächst.“
Markus Schopp (Hartberg): „Wir wussten, dass wir auf einen Gegner treffen werden, der zuletzt keine optimale Saison hatte und das Publikum begeistern will. Deshalb war unser Matchplan tief stehen, und natürlich hätten wir auch Glück gebraucht, was wir bis zur 89. Minute auch hatten. Das Tor dann tut weh, aber man muss ehrlich sein, Salzburg hat extremen Druck ausgeübt. Wir hatten die eine oder andere Situation, die wir besser fertigspielen hätten können, aber die Leistung meiner Mannschaft war von Leidenschaft und Willen geprägt. Das ist die Basis für diese Saison. In Ballbesitz müssen wir bessere Lösungen finden, ich denke, dass wir gegen Salzburg die richtige Antwort gefunden haben, die war nicht so schlecht.“
Admiral Bundesliga | Runde 1
Samstag:
FC Red Bull Salzburg – TSV Hartberg 1:0 (0:0)
Red Bull Arena
Wals-Siezenheim
Zuschauer: 7.735
SR Sadikovski
Tor: 1:0 Konate (89.)
Salzburg: Zawieschitzky – Veratschnig, Boma, Zabransky, Schmid – Barry (69./ Konate), Diabate – Redzic, Diakite (80./ Krätzig), Aguilar (70./ Mazurek) – Vertessen (60./ Tabakovic)
Hartberg: Pecsi – Wilfinger (90./ Drew), Komposch, K. Schopp, Coulibaly, Gerstl (46./ Pazourek) – Kainz, Markus, Diarra (90./ Feldhofer) – Hoffmann (71./ Urrutia), Postl (46./ Gattermayer)
Partnerschaft von FC Red Bull Salzburg und SalzburgerLand Tourismus geht in die Verlängerung
Wirtschaftlich dürfen sich die Roten Bullen über eine Verlängerung der Kooperation mit Schon der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) freuen. Der bereits seit drei Jahren laufende Vertrag wurde nun für weitere zwei Saisonen verlängert. Als exklusiver Tourismuspartner des FC Red Bull Salzburg setzt das SalzburgerLand auch künftig auf die internationale Strahlkraft des Spitzenfußballs, um sich in den wichtigsten Herkunftsmärkten als attraktive Ganzjahresdestination zu präsentieren.
„Die Verlängerung unserer strategischen Partnerschaft mit dem FC Red Bull Salzburg ist ein starkes Signal für unseren Sport- und Tourismusstandort. Der Verein macht das SalzburgerLand bei seinen internationalen Auftritten weit über die Grenzen Österreichs hinaus sichtbar und ist damit ein bedeutender Botschafter für unsere Region. Gemeinsam wollen wir diese Strahlkraft noch stärker nutzen, um das SalzburgerLand als attraktive Ganzjahresdestination für eine sport- und erlebnisaffine Zielgruppe zu positionieren und die emotionale Verbindung zwischen Spitzenfußball und Urlaubserlebnis weiter auszubauen“, sagt SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger.
Stephan Reiter, CEO FC Red Bull Salzburg: „Der FC Red Bull Salzburg ist auf internationalen Fußballbühnen ein Botschafter für das Land Salzburg. Gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft gelingt es uns seit vielen Jahren, sportliche Begeisterung mit einer starken Positionierung unseres Bundeslandes zu verbinden. Umso mehr freut es uns, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam fortzusetzen. Die Vertragsverlängerung steht für das gegenseitige Vertrauen und die Überzeugung, dass wir durch die Bündelung unserer Stärken einen nachhaltigen Mehrwert für den Standort Salzburg schaffen können.“
RBS-Frauen starten mit Erfolg in die neue Saison
Gelungener ADMIRAL Frauen Bundesliga-Auftakt! Gegen die SpG Südburgenland/TSV Hartberg schlagen die Salzburgerinnen Kapital aus dem Chancenplus und überstehen knifflige Phasen unbeschadet. Ein Traumfreistoß sowie ein Last-minute-Standard entscheiden dieses Kräftemessen schließlich zu Gunsten der Heimelf.
Kapitänin Katja Wienerroither & Co. kamen besser aus dem Startblock, mühten sich aber gegen defensiv eingestellte Gäste. So musste ein ruhender Ball den 1:0-Vorsprung herbeiführen: Neuzugang Maria Plattner beförderte einen 23-Meter-Freistoß formvollendet zur Pausenführung in den Winkel (43.) – „Einstudiert!“, zwinkerte Coach Dusan Pavlovic im Nachgang.
In einer ausgeglicheneren zweiten Halbzeit trat das Thek-Team offensiver als zuvor auf. Chancen auf beiden Seiten blieben jedoch zunächst ungenutzt – die Stange verhinderte nach einem Triendl-Energieanfall das zweite Tor einer Salzburger Pflichtspieldebütantin. Stattdessen jubelte Valentina Akrap im Nachgang einer Ecke über ihren ersten Bundesliga-Streich, aus der Nahdistanz fixierte der Joker den 2:0-Endstand (90.+4).
FC Red Bull Salzburg Frauen vs. SpG Südburgenland/TSV Hartberg; 2:0 (1:0)
Tore: Plattner (43.), Akrap (90.+4)
Zuschauer: 200

