Hirsch und Maus: Neues kulinarische Aushängeschild auf der Gasteiner Schlossalm
19.12.2025
„Hirsch und Maus“ – das ist der klingende Name des neuen Bergrestaurants an der Schlossalmbahn in Bad Hofgastein. Benannt nach den Gipfeln Hirschkar und Mauskar, soll es sich als weiteres Markenzeichen der Gasteiner Genusskultur etablieren.
Das Konzept von Hirsch und Maus hat der gastronomische Leiter der Scharfetter Betriebe GmbH, Julian Scharfetter, mit seinem Team entwickelt. Als Standortleiterin und Gastgeberin ist mit Verena Maier eine junge Gasteinerin an Bord geholt worden. Familie Scharfetter führt unter anderem auch das mit zwei Hauben dekorierte Weitmoser Schlössl.
Natur und Genuss auf über 2.000 Metern
Der Neubau des Bergrestaurants auf der Schlossalm wurde in nur wenigen Monaten Bauzeit realisiert und verbindet großzügige Architektur mit funktionaler Mehrfachnutzung. Das Gebäude bietet im Innen- und Außenbereich Platz für rund 660 Gäste. Es öffnet sich mit großflächigen Glasfronten zur umliegenden Bergwelt. So entsteht ein Panorama-Erlebnis, das Besuchern die Weite der Hohen Tauern ebenso vermittelt wie das Gefühl der traditionellen alpenländischen Gastlichkeit.
Neben dem Restaurant beherbergt das Multifunktionsgebäude Büros, Werkstätten, Lagerräume und Infrastruktur für die Pistenrettung. Eine digitale Museums- und Erlebniswelt wird bis zum Winter 2026 fertiggestellt und macht das Gasteinertal sowie den Nationalpark Hohe Tauern interaktiv. Sowohl die Bergstation der Schlossalmbahn als auch das angeschlossene Restaurant sind barrierefrei zugänglich und damit für eine breite Zielgruppe komfortabel nutzbar.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 12 Millionen Euro. „Im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie fließt ein wesentlicher Teil dieses Geldes in eine zukunftsorientierte Energieversorgung. Auf Dach- und Fassadenflächen erzeugen Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern Strom, geheizt wird energieeffizient mit Wärmepumpen. Der Zwei-Saisonen-Betrieb schafft zudem sichere Jahresarbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von Wetter- und Saisonschwankungen“, betont Andreas Innerhofer, Vorstandsvorsitzender der Gasteiner Bergbahnen AG.
Kulinarik der kurzen Wege
„Unser Küchenteam um Stefan Viehauser, Küchenleiter unserer Betriebe, legt höchsten Wert auf die Qualität der Grundprodukte. Wir versuchen so viel wie möglich aus der eigenen Landwirtschaft und von Partnerbetrieben im Gasteinertal zu beziehen. Was nicht bei uns erhältlich ist, erhalten wir in höchster Qualität von ausgewählten Top-Lieferanten.“ so Julian Scharfetter.
Ein besonderes Anliegen ist dem Pächter die „Kulinarik der kurzen Wege“. Neben den Tourismusbetrieben betreibt Familie Scharfetter eine Landwirtschaft mit Bio- Rinder-Zucht – ein klarer Schulterschluss mit dem Nachhaltigkeitsfokus der Gasteiner Bergbahnen. Auf der Schlossalm will man mit der Speisekarte regionale Klassiker und modern interpretierte Gerichte verbinden und damit gleichermaßen Einheimische, Tagesgäste und Wintersportler ansprechen.
Symbiose von Gebäudearchitektur und Bergwelt
Für die architektonische Komponente sorgte Sebastian Kroesen, geschäftsführender Gesellschafter der Firma HASENAUER.ARCHITEKTEN. Er bettete das neue Multifunktionsgebäude optimal in die Pongauer Bergwelt ein – nur eine Ebene ist für ankommende Seilbahngäste bewusst wahrnehmbar. Mit zwei kleinen Türmen, die das Restaurant mit einem Outdoor-Spielplatz verbinden, hat er das Thema „Schloss“ bzw. „Schlossalm“ in sein Projekt eingearbeitet.
„Mir war es wichtig, eine schöne Optik, die zur umliegenden Landschaft passt, mit einer hohen Funktionalität zu kombinieren. Außerdem vereint uns mit den Gasteiner Bergbahnen die Orientierung an Nachhaltigkeitskriterien. Neben umweltfreundlichen Baustoffen schlägt sich dies auch darin nieder, dass ein Teil des Abbruchmaterials vom alten Bergrestaurant im neuen Gebäude wiederverwertet wurde“, erklärt Sebastian Kroesen, der in der Vergangenheit unter anderem die Bergstation der bayerischen Zugspitzbahn gestaltet hatte.
Das Angebot im Hirsch und Maus soll ein breites Publikum ansprechen: Die Palette reicht von einem kurzen Snack bis zum stilvollen Dinner – und auch ein abtrennbarer Bereich für kleine Firmenfeier ist vorhanden.
Nachhaltiger Tourismus
Neben der Hotel-Infrastruktur wird auch die Anreise ins Gasteinertal zukunftsfit gemacht. Seit 2024 wurden die Bahnhöfe in Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein barrierefrei ausgebaut und zu modernen Mobilitätsknotenpunkten weiterentwickelt. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 ist Bad Gastein nunmehr in etwas mehr als zwei Stunden von Graz aus erreichbar. ICE-Verbindungen bestehen aus Richtung Wien, Dortmund und München. Am Bahnhof Bad Gastein gilt dank des direkten Übergangs zur Stubnerkogel-Talstation das Motto „Train in – Ski out“. Die öffentliche Anreise wird damit endgültig zur Säule im Gasteiner Nachhaltigkeitskonzept. Die Gasteiner Bergbahnen unterstützen die umweltschonende Anreise mit einem ÖBB-Kombiticket, das Zugfahrt und Skipass verbindet. Weitere Maßnahmen sind der Betrieb aller Pistengeräte mit HVO- Kraftstoffen, der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik-Leistung und die intelligente Beschneiung auf Basis einer GPS-gesteuerten Schneehöhenmessung.
Über die Gasteiner Bergbahnen AG
Die Gasteiner Bergbahnen AG mit Sitz in Bad Hofgastein gehört mit rund 130 Ganzjahres- und bis zu 110 Saisonarbeitern zu den größten Arbeitgebern in Gastein und zu den großen Seilbahngesellschaften Österreichs. Kerngeschäft der Gasteiner Bergbahnen AG ist der zweisaisonale Betrieb von 25 Seilbahn- und Liftanlagen und 124 Pistenkilometern in Bad Hofgastein, Bad Gastein und Sportgastein im Winter und den drei Bergen Schlossalm, Stubnerkogel und Graukogel im Sommer. Die Gasteiner Bergbahnen AG ist Teil von Ski amadé, dem größten Skiverbund Österreichs.
Das Traditionsunternehmen, entstanden 1979 aus einer Fusion der damaligen Bergbahn-Gesellschaften von Bad Hofgastein und Bad Gastein, um täglich bis zu 15.000 Besucher auf die Gipfel und Pisten des Gasteinertals zu befördern.

