Covid-19 im SalzburgerLand: Neuerlich hohes Risiko

23.07.2021

Covid-19 (c) pixabay
Covid-19

Das Farbenspiel auf der Corona-Ampel geht weiter. Das SalzburgerLand schaltet wieder auf Orange, die Schutzmaßnahmen werden aber trotzdem nur punktuell verschärft. Vorarlberg und Wien werden gelb und die restlichen Bundesländer bleiben Gelbgrün. 

„Die Delta-Variante treibt die Ansteckungen in die Höhe und betrifft mittlerweile den Großteil der Corona-Infektionen im Bundesland. Das wirksamste Mittel, dem entgegenzuwirken, ist eine vollständige Immunisierung und gezielte regionale Maßnahmen um die Verbreitung einzudämmen“, betont Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz nach der Sitzung der Ampel-Kommission am Donnerstagnachmittag.

Nur punktuell verschärfte Maßnahmen

In Absprache mit der Landessanitätsdirektion werden die Corona-Maßnahmen in den Hochinzidenz-Gemeinden verschärft, die Verordnung dafür wird am Freitag erwartet. In Unken, Lofer, St. Martin bei Lofer, Weißbach und Großarl wird es kommende Woche Impfschwerpunkte geben. In Großarl wird außerdem die FFP2-Maskenpflicht weiterhin im gesamten Handel gelten. Ergänzt werden die Maßnahmen durch konsequente und strenge Kontrollen der 2-G-Regel (geimpft oder PCR-getestet) in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen.

Covid-19 im SalzburgerLand: Strengere Regeln und Kontrollen erforderlich

21.07.2021

Covid-19 Statistik (c) Land Salzburg
Covid-19 Statistik

Aktuell fokusiert sich im SalzburgLand beim Kampf gegen Covid-19 alles nur auf die Nachtgastronomie. Vollmundig werden da von der Politik nach den aktuellen Clustern jetzt wieder verstärkt Kontrollen angekündigt. Augenscheinlich muss immer erst was passieren, damit etwas passiert. Doch wo bleiben die Kontrollen und vor allem auch mal Strafen in den sonstigen Bereichen? Vulnerable Gruppen - wie das im Corona-Zeitalter heißt - werden nicht in der Nachtgastro herumhüpfen, sie gehören in zentralen Bereichen geschützt. 

Beispielsweise im Lebensmittelhandel. Hier scheint es Politik und Behörden nicht zu interessieren, dass beispielsweise bei einem großen regionalen Lebensmittelkonzern vom Personal in den Filialen nur mehr ein recht lascher Umgang mit der Maskenpflicht gepflogen wird. Und wo bleibt die Konzenleitung, die Filialmitarbeitern auf die Finger klopft, wenn sie die Corona-Regeln nicht einhalten? Kundenfreundlichkeit ist – zumindest was die Corona-Hygiene betrifft – dort inzwischen vielfach abgesagt.

Und dann hätten wir da auch noch das Thema Gastfreundlichkeit in der Tourismusregion SalzburgerLand. Auch den Urlaubsgästen im SalzburgerLand wäre es geschuldet, dass auch dem Lebensmittelhandel streng auf die Finger geschaut wird. Schließlich ernährt sich der Urlaubsgast nicht nur in der Gastronomie.  Wo bleibt der politische Hausverstand? Verschärfungen in der Nachtgastro werden nicht reichen, wenn Hausverstand und Rücksichtnahme fehlen. Wien zeigts aktuell vor wie es geht, mit schärferen Corona-Regeln. Wien ist anders, in diesem Fall bewundernswert anders.  

Todesopfer bei Hochwasser-Katastrophe im SalzburgerLand

18.07.2021

Hochwasser in Salzburg (c) Maier
Salzach bedrohlich hoch

Jetzt hat das Hochwasser auch im SalzburgerLand ein Todesopfer gefordert.Die Feuerwehren Saalbach-Hinterglemm, Viehhofen und Maishofen sowie die Wasserrettung wurden alarmiert, um nach einer vermissten Person in der Saalach zu suchen. Darüber informiert der Katastrophenschutz des Pinzgaus. Gegen 16.00 Uhr konnte die Person nur noch tod geborgen werden. 

Bisher bekannt ist, dass im Ortsgebiet von Saalbach-Hinterglemm eine Person in die durch die starke Regenfälle reißende Saalach gefallen ist. Die Einsatzkräfte wurden sofort alarmiert, die Suchaktion ist angelaufen.

Update 18.7.2021, 16 Uhr: Die vermisste Person konnte laut Katastrophenschutzreferent von der Wasserrettung Zell am See leider nur mehr tot geborgen werden. Es handelt sich um einen erwachsenen Mann.

Es regnet nach wie vor im Bundesland Salzburg, teils stark. Bis zu 2.300 Feuerwehrleute waren in der Nacht und teils bis jetzt im Einsatz, und die Arbeit hört nicht auf. Aufgrund der aktuellen Wettervorhersage und der Wasserführung im Salzach-Oberlauf können laut dem Hydrografischen Dienst des Landes die Pegelstände der Gewässer im Einzugsgebiet der Salzach weiter ansteigen.

Pegelstände bleiben hoch 

Die Pegelstände sind nach wie vor hoch. Mit Stand heute 9.30 Uhr gilt in Mittersill nach wie vor Alarmstufe 2, in der Stadt Salzburg an der Nonntaler Brücke gilt Alarmstufe 1, ebenso in der Stadt Salzburg am Mayrburger Kai. Die Warngrenze ist an drei Messstellen der Salzach und einer der Saalach überschritten. Dazu kommen Erdrutsche und Muren an vielen Stellen im Bundesland.

Die Lage im Pinzgau

Im Pinzgau hat sich die Lage seit der Nacht nicht wesentlich verändert. Es wurden bisher keine Verletzten oder Vermissten gemeldet. In Mittersill ist nach wie vor die Brücke angehoben und eine lokale Umfahrung eingerichtet. Die Trasse der Lokalbahn wurde in Uttendorf unterspült, was einen Stopp der Bahn zur Folge hatte. Die ÖBB-Bahnstrecke zwischen Bruck und Zell ist gesperrt, derzeit wird die Befahrbarkeit geprüft. Geräumt wurde er Campingplatz in St. Martin bei Lofer. 28 Personen die dort in Zelten übernachtet hätten, wurden in der Mittelschule in Lofer untergebracht. In der Kürsingerhütte in Neukirchen sind 35 Personen aufgrund eines Murenabgangs eingeschlossen, sind aber nicht in Gefahr. Die Bergung wird derzeit geplant. Gesperrt sind derzeit die Felbertauernstraße sowie die Salzachuferstraße in Bruck. Zahlreich Wildbachverbauungen und -sperren im Pinzgau sind mit Geröll und Wildholz angefüllt, haben ihre Funktion bestens erfüllt und noch größere Schäden verhindert.

 

 

Delta-Variante auch in Salzburg auf dem Vormarsch

16.07.2021

Corona Ampel (c) Land Salzburg
Corona Ampel Salzburg

Die Corona-Ampel-Kommission hat jetzt entschieden, dass das Bundesland Salzburg wieder von grün (niedrigste Stufe) auf „gelbgrün“ (zweite Stufe) geschaltet wird. Außer Wien befinden sich alle Länder im gelb-grünen-Bereich, der geringes Risiko ausweist.

„Die Delta-Variante betrifft mittlerweile den Großteil der Ansteckungen im Bundesland, das sehen wir auch an den steigenden Infektionszahlen. Das wirksamste Mittel dagegen ist eine vollständige Immunisierung“, betont Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

Seit die Corona-Ampel in Salzburg am 1. Juli auf „grün“, also sehr geringes Risiko, geschalten wurde, ist die 7-Tage-Inzidenz zuerst auf den Tiefstwert von 2,5 am 2. Juli gesunken und dann langsam, aber kontinuierlich wieder gestiegen. Am 7. Juli lag sie bei 3,6. Mit Stand heute liegt sie bei 13,6.

Juhasz: „Impfung ist das wirksamste Mittel gegen die Delta-Variante

Sorge bereitet den Experten die ansteckendere Delta-Mutation, sie ist für die wieder steigenden Infektionszahlen hauptverantwortlich. „Nur mit einer vollständigen Immunisierung können wir dagegenhalten“, sagt Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

Mehrheit wünscht sich Ende des Routerzwangs

07.05.2021

Der Mehrheit der Verbraucher in Österreich ist es wichtig, selbst entscheiden zu können, welches Endgerät sie an ihrem Internetanschluss nutzen kann. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Bislang verhindert jedoch das Fehlen einer klaren gesetzlichen Regelung oftmals den Einsatz eines eigenen Endgerätes direkt am Breitbandanschluss.

Nicht zuletzt beim Schutz des Heimnetzes sowie persönlicher Daten ist das problematisch. Entscheidend werden daher die Vorgaben im neuen Telekommunikationsgesetz sein, das wohl noch vor dem Sommer im Nationalrat behandelt und verabschiedet werden wird.

Eine klare Mehrheit möchte selbst entscheiden können, welchen Router sie am Internetanschluss nutzt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des VTKE-Mitglieds AVM hervor. Nahezu zwei von drei Verbrauchern in Österreich (62%) wäre es wichtig oder sogar sehr wichtig, dass ihr Internetprovider bzw. Netzanbieter ihnen kein Gerät mehr verbindlich vorschreiben kann. Die Anbieter sollten ihrer Meinung nach dazu verpflichtet sein, die dafür notwendigen Internetzugangsdaten bereitzustellen.

Lediglich für 12 Prozent wäre die Wahlfreiheit beim Endgerät „eher unwichtig“ bzw. „ganz unwichtig“. Mehr als ein Drittel aller Verbraucher (34 Prozent) würde die freie Endgerätewahl sogar umgehend nutzen und einen eigenen Router einsetzen. Bei knapp 4 Millionen Privathaushalten in Österreich wären dies rund 1,3 Millionen private Anschlüsse.